Sinusitis - Mehr als nur ein Schnupfen

Aktualisiert: Sept 4


Schon im Volksmund beschriebt das Sprichwort „Er hat die Nase voll“ die funktionellen Zusammenhänge zwischen einer behinderten Nasenatmung und dem psycho-vegetativen Wohlbefinden.

Von einer Sinusitis oder Nasennebenhöhlenentzündung spricht man, wenn die Nasennebenhöhlen von einer Entzündung befallen sind. Typische Symptome dafür sind Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl im Kopfbereich. In den meisten Fällen geht der akuten Sinusitis einer Erkältung beziehungsweise einen Schnupfen voraus. Bei einem Krankheitsverlauf, der länger als vier Wochen andauert, besteht der Verdacht auf eine chronische Sinusitis. Die Ursache einer chronischen Sinusitis können andere Faktoren, zum Beispiel eine anatomische Besonderheiten sein. Engstellung im Bereich der Nebenhöhleneingänge, eine verbogene Nasenscheidewand oder gutartige Polypen (Schleimhautwucherungen), sind verantwortlich für häufig wiederkehrende Probleme. An einer chronischen Sinusitis können eine oder mehrere Nasennebenhöhlen beteiligt sein.


Abb. Anatomie der Nasennebenhöhlen

Osteopathische Behandlung



Die chronische Sinusitis kann für Betroffene zu einer grossen Belastung werden. Die richtige Therapie kann die Symptome jedoch deutlich reduzieren. Mit osteopathischen Behandlungstechniken in der Craniosacral Therapie wurden wiederholt gute Erfolge im Verlauf einer Behandlungsserie beobachtet. Für gesunde Nasennebenhöhlen behandelt die Craniosacral Therapeutin die Knochen rund um den Kopf. Mit gezielten Druck- und Grifftechniken werden die Regionen um die Nasennebenhöhlen, also die Schädelknochen, der Schulter-Nackenbereich und die Halswirbelsäule mobilisiert und behandelt. Dadurch lösen sich muskuläre Verspannungen und Blockaden in der Halswirbelsäule. Die Abflusswege der Lymphe werden freigemacht, damit Organe, Muskeln und Gefässe wieder optimal arbeiten können. Dank der Craniosacral Behandlung verbessert sich die Durchblutung und das körpereigene Abwehrsystem wird gestärkt.


So beugen Sie der Sinusitis vor


Wenn Sie einer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) vorbeugen möchten, ist es vor allem wichtig, Erkältungen ausreichend zu behandeln.

  • Trinken Sie viel

  • Sorgen Sie für eine feuchte Raumluft

  • Spülen Sie dreimal täglich die Nase mit lauwarmer Kochsalzlösung (Nasendusche)

  • Regelmässige Saunabesuche, kalte Aufgüsse, Wechselbäder und Kneippkuren wirken vorbeugend

  • Falls Sie Raucher sind, sollten Sie den Zigarettenkonsum während einer Erkältung unbedingt einstellen.

  • Generell erhöht Rauchen das Risiko, sich einen Infekt zuzuziehen, da es den Rachen und die Nasenschleimhäute austrocknet.

  • Nase richtig putzen. Drücken Sie beim Schnäuzen nur eine, statt beider Nasenflügel zu, damit das Sekret durch den Druck nicht zurück in die Nasennebenhöhlen gedrückt wird

  • Den Ausbruch einer Sinusitis verhindern Sie ausserdem, indem Sie sich grundsätzlich gesund ernähren, genug schlafen und sich bewegen. Auf diese Weise stärken Sie das Immunsystem.

  • Gönnen Sie sich regelmässig eine Auszeit und buchen sie eine craniosacrale Behandlung



© Judith Wüthrich | KomplementärTherapeutin | Craniosacral Therapie